Sebastian Hofmüller

Schauspieler / Sprecher / Schreinergeselle / trotzdem immer noch PunkRocker

Projekte:

Stammwürziges – G'schichten rund ums Bier
Humorvolle Wirtshauslesung mit Musik

Auch 500 Jahre nach Einführung des Reinheitsgebots ist die Faszination des Bieres ungebrochen. Der Gerstensaft ist Kulturgut Nummer Eins und hat nicht zuletzt zahlreiche Künstler und Schriftsteller inspiriert. Die Schauspieler Josepha Sophia Sem und Sebastian Hofmüller und der Komponist und Akkordeonist Martin Kubetz 

schöpfen aus der Fülle der – meist bairischen – Literatur zum Thema und verzapfen einen süffigen Abend, den man sich gar nicht erst schön trinken muss. Von Oskar Maria Graf bis Ludwig Thoma, vom alten Ägypten bis zum Verhaltenskodex für den Biergartenhocker von heute werden viele Fragen rund ums Bier gestellt – und einige sogar beantwortet. Ach ja, und gesungen wird auch!

Konzept: Kulturreferat des Bezirks Niederbayern / Textauswahl: Christian Muggenthaler/ 

Mitwirkende: Josepha Sophia Sem und Sebastian Hofmüller
Musik und Akkordeonist: Martin Kubetz

Foto: Markus Wagner 

 

Herr Ober, einen Tänzer bitte!"

Aus dem Leben eines Eintänzers

Von Billy Wilder mit Sebastian Hofmüller und dem Kleinen Tanztee-Syndikat

Billy Wilder schrieb im Januar 1927 für die BZ am Mittag eine Artikelserie über seine Erlebnisse als Eintänzer. Ihm verdanken wir ein kleines, feines und vergnügliches Stück Kulturgeschichte, das sie Atmosphäre des Berliner Nachtlebens der späten 1920er Jahre lapidar und mit präzisem Blick für die alltäglichen Details einzufangen versteht.
Der Schauspieler Sebastian Hofmüller und das Kleine Tanztee-Syndikat, in diesem Fall Ulrike von Sybel-Erpf (Violine), Jakob Erpf (Violoncello) und Walter Erpf (Klavier) lassen den Text einen Abend lang lebendig werden.

"Der junge Heimlich"  

Ein Live-Hörspiel-Krimi
von Christian Muggenthaler

Eine Produktion der Greulmüllerschen HörspielManufaktur

mit Greulix Schrank und Sebastian Hofmüller

Im Jahr 2004 hat eine Serie von Briefbombenattentaten die bayerische Öffentlichkeit in Atem gehalten. Fast ein Jahr lang bekamen Lokalpolitiker und andere Leute des Verwaltungs- und des öffentlichen Lebens Briefe zugeschickt, die mit Schwarzpulver und zunehmend raffinierteren Zündsätzen ausgestattet waren. Leicht verletzt wurde bei all dem eine Sekretärin, die einen dieser Briefe geöffnet hatte. Die Jagd nach dem lange rätselhaften und anonymen Täter dauerte fast ein Jahr, wurde immer aufwändiger und mündete schließlich in einem groß angelegten Reihen-Gen-Test und einem tragischen Selbstmord.

Anhand von Dokumenten rekonstruiert der Autor Christian Muggenthaler nun die Geschehnisse – und bringt sie in Verbindung mit einer fiktiven Innenansicht des Täters: Was könnten seine Motive gewesen sein? Was hat ihn bewegt? Wie wird ein Mitmensch zu einem Attentäter?   

Fragen, die eine mysteriöse Tatserie hervorzurufen vermag und die Anlass war für eine literarische Umsetzung in Form eines Krimi-Hörspiels, live auf die Bühne gebracht von der „Greulmüllerschen HörspielManufaktur“ mit Greulix Schrank und Sebastian Hofmüller.

 

Emil und die Detektive
von Erich Kästner.
Ein Live-Hörspiel-Abenteuer von und mit der
"Greulmüllerschen HörspielManufaktur"

Emil darf zum ersten Mal allein nach Berlin fahren. Im Zug wird ihm sein ganzes Geld gestohlen. Kaum ist Emil am Bahnhof ausgestiegen, heftet er sich dem Dieb an die Fersen. Zum Glück bekommt er bald Unterstüztung von Gustav mit der Hupe und seinen Jungs, die Emil in einer aufregenden Verfolgungsjagd quer durch die große Stadt helfen, den Dieb zur Strecke zur bringen.
Die Geschichte vom zwölfjährigen Emil gehört noch immer zu den Klassikern der Kinderliteratur und ist den meisten Kindern bekannt.
Dies haben Sebastian Hofmüller und Greulix Schrank zum Anlass genommen, um daraus nicht irgendeine x-beliebige Inszenierung zu machen, sondern ein vor den Augen der Zuschauer live hergestelltes Hörspielabenteuer. Kein Theaterstück. Keine Lesung. Kein Hörbuch. Kein Film. Ein Live-Hörspielabenteuer ist etwas ganz besonderes, weil jeder Zuschauer beim Zuhören und Zusehen selbst einen eigenen Film in seinem Kopf entstehen lässt.
Zu zweit sprechen, spielen, geräuschen und musizieren die beiden alle Rollen, Atmosphären, Gefahren und natürlich das Happy End aus Emils Reiseabenteuer. Und das machen die beiden so phantastisch und verzaubernd, dass es kinderleicht ist, einen eigenen Emil-Film im eigenen Kopf entstehen zu lassen. Jeder sollte die Erfahrung machen, wie viel Vergnügen dies bereitet
.

Dauer ca. 70 Min.
Diese Produktion wurde im Juli 2012 sowie 2013 zum "Schaulust Festival" des Theater Regensburg eingeladen!

Pünktchen und Anton
von Erich Kästner.
Ein neues Live-Hörspiel-Abenteuer der
"Greulmüllerschen HörspielManufaktur"!

Pünktchen heißt eigentlich Luise und ist die Tochter der vergnügungswütigen Frau Pogge und des Spazierstockfabrikanten Pogge. Mit Eltern, Kinderfräulein, Köchin und Dackel Piefke wohnt Pünktchen in einem großen Haus. Pünktchens Vater kriegt vor lauter Arbeit und Geldverdienen nichts mit und Pünktchens Mutter ist ständig beim Stadtbummel. Pünktchen und Anton lernen sich beim Betteln kennen und werden beste Freunde. Anton muss neben der Schule Geld verdienen, um seiner Mutter zu helfen, die krank und bettelarm ist, und auch Pünktchen braucht Geld – was die Eltern Pogge nicht wissen dürfen. Denn ihre Kinderfrau, Fräulein Andacht, hat einen sehr merkwürdigen Bräutigam, der immer Geldsorgen hat... und Fräulein Andacht ist auch merkwürdig: Wieso zeichnet sie heimlich Wohnungspläne der Pogge-Villa? Und dann wird's richtig spannend: Ein Einbruch in die Poggen`sche Villa droht und Anton schlägt Alarm!

"Pünktchen und Anton" - kein Theaterstück, keine Lesung, kein Hörbuch, kein Film, sondern ein lustvolles Live-Hörspiel-Abenteuer, das sich vor den Augen und Ohren des jungen Publikums voll Poesie entwickelt!

Dauer ca. 70 Min.

Aus Tucholskys Plattenschrank

Ein ganz besonderes Programm bieten der Schauspieler und Sprecher Sebastian Hofmüller und der Musiker und Plattensammler Walter Erpf mit ihrem Schellackplattenabend.

Dass der Gesellschaftskritiker, Kabarettautor und Romancier Kurt Tucholsky ein passionierter Plattensammler war und unter seinen Pseudonymen Peter Panter und Theobald Tiger mitunter auch Schallplattenkritiken veröffentlichte, ist heute fast niemandem mehr bekannt.
Walter Erpf hat über Jahrzehnte ca. 3500 Platten aus den 20er Jahren gesammelt und auch einen Großteil von Tucholskys Platten zusammengetragen. Zusammen mit ausgewählten Texten des Schriftstellers, vorgetragen von Sebastian Hofmüller, ertönen Originalaufnahmen von Claire Waldoff, dem "Whispering bariton" Jack Smith, Sophie Tucker, Paul Graetz, Rudolf Nelson, Clément Doucet und den "Revellers" auf einem klassischen Grammophon.

Dauer: ca 90 Minuten mit Pause

Walter Erpf
1957 in München geboren:
Dirigierstudium an der Musikhochschule in München, Kurse bei Sergiu Celibidache. Gründer, Pianist/Akkordeonist und Arrangeur der Musikgruppen La Rose Rouge (Tanzmusik der 20er/30er Jahre), Das kleine Tanztee-Syndikat (Salonmusik, Musik der 20er Jahre) und YOUKALI (Tango argentino). Darüber hinaus beschäftigt Veranstalter, Chansonbegleiter, am Theater und mit Laienorchestern, als Dozent an Volkshochschulen und Ausstellungsmacher.   Sammelt seit über 25 Jahren (fast) alles, was mit der Unterhaltungskultur der 20er Jahre zu tun hat und hat inzwischen eine umfängliche und ständig in Erweiterung befindliche Sammlung zu diesem Thema zusammengetragen.Das Archiv birgt mehr als 10.000 Originalnotenarrangements für Orchester, über 2000 Ausgaben für Gesang und Klavier, etwa 3500 Schellackplatten sowie unzählige Autographen, Photos, Autogramme, Uraufführungsprogramme, Zeitschriften, Literatur, Musikinstrumente etc.

Eines seiner wichtigsten Anliegen ist die Recherche und Publizierung von Biographien von durch den Naziterror in Vergessenheit geratener Künstler.

"Das Geschenk des weißen Pferdchens"
von Rudolph Herfurther
Regie: Mayra Capovilla
Rolle: Tasi

Es ist die Geschichte von einem tapferen Jungen, Suhe, der ein halbtotes Fohlen geschenkt bekommt, dessen Leid ihn so tief berührt, dass er es nicht sterben lassen will. Er pflegt es mit Kräutern und dem Blut der Berge, verteidigt es gegen Wölfe, Bären und Tiger. Immer weiter trägt Suhe bald das weinende Pferdchen nach Osten, ins Gebirge hinauf, „denn nach Osten musst du gehen, wenn du deinen Glücksstern suchst“, sagt er und hofft auf Rettung. Und dann passiert es. Im Moment des Todes, die Zeit steht bereits still, erwacht der Junge und sein weißes Pferdchen ist zu einem prächtigen Pferd herangewachsen. Er gibt ihm den Namen Saraana Qiqig, Lilienblume. Das Pferd beeindruckt nun selbst Prinzessin Baigu.Doch die Freude ist nicht von Dauer. Aus Eifersucht und Habgier wird das Pferd getötet. Wehklagend fällt der Junge in einen unruhigen Schlaf, in dem ihm sein geliebtes weißes Pferdchen erscheint: „Klage nicht, Suhe, mein Freund! Bau dir ein Instrument. Und wenn du es spielst, will ich bei dir sein und dich trösten. Aus meiner Haut und meinen Knochen und aus meinem Schweif sollst du es machen. Und du sollst es Morin Khuur nennen, Pferdekopfgeige.“ Tag und Nacht spielt der Junge die Pferdekopfgeige und nur allmählich vergeht seine Traurigkeit. Er spürt, das weiße Pferdchen ist bei ihm, in seinem Instrument und in seinen Liedern, jetzt und für immer. Und als Suhe auch noch Prinzessin Baigu heiratet, ist sein Glücksstern ganz aufgegangen. 

Don Quijote von der Mancha

Der Ritter von der traurigen Gestalt nebst Musik von Violoncello und Klavier
Ein Hörabenteuer

Wer kennt nicht den Ritter von der traurigen Gestalt und seinen treuen Knappen? Die Windmühlen, gegen die er vergeblich anreitet und seine Herzensdame Dulcinea, die ihn hoffentlich irgendwo erwartet? Wie im Wahn hat Don Quijote, nach jahrelanger Lektüre von Ritterromanen, sein Leben umgekrempelt und will selber Abenteuer erleben. Was ihm schmerzvoll gut gelingt!

Der Roman von Miguel de Cervantes ist zugleich wirklichkeitsprall und phantastisch, komisch und ernst. Ein Buch, dem man sein hohes Alter - immerhin 400 Jahre - keineswegs anmerkt.
Wie ein kleines Hörspiel verweben Sebastian Hofmüller, Gisela Auspurg und Bastian Pusch Musik und Text zu einem ebenso literarischen wie auch musikalischen Erlebnis. Raffiniert gehen die Einwürfe von Cello und Klavier ein auf die Ritter-Erlebnisse des Helden, eine Mischung aus Klassik und Jazz, die eigens für dieses Projekt komponiert wurde.